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21.9.2026 · Redaktion Vanilla Forever · 2 Min. Lesezeit

Blizzard erklärt: "Die verrücktesten Zahlen in 17 Jahren"

Blizzard erklärt: "Die verrücktesten Zahlen in 17 Jahren"
World of Warcraft: Forever – Szene aus dem Cinematic Trailer, © Blizzard Entertainment, Inc.

Wie berichtet, reagierte Blizzard in den ersten Tagen mit Workarounds und einer Liste bekannter Probleme. Nun hat das Entwicklerteam öffentlich erklärt, wie ungewöhnlich hoch der Andrang tatsächlich war.

Auf einen Blick

  • Senior Game Designer Josh Greenfield spricht von den "verrücktesten Zahlen" seit 17 Jahren bei Blizzard
  • Blizzard identifizierte drei separate technische Engpässe: Battle.net-Anmeldung, Datenbank-Leistung und die Spielserver selbst
  • Die Beta läuft auf nur einer einzigen regionalen Realm-Umgebung statt auf Produktivservern
  • Blizzard hat die Zahl regionaler Verbindungen erhöht und zusätzliche Server ("Worlds") ergänzt

Drei Engpässe statt eines einzelnen Problems

Nach Angaben mehrerer Blizzard-Mitarbeiter war das, was viele Spieler als ein einzelnes "Server sind überlastet"-Problem wahrnahmen, in Wirklichkeit eine Kombination aus drei unabhängigen technischen Engpässen. Zum einen liefen die sogenannten World-Pools – die eigentlichen Spielserver – so heiß, dass CPU-Auslastung und Arbeitsspeicher an ihre Grenzen stießen. Ein Mitgrund dafür: Leere Zonen-Instanzen wurden nicht korrekt heruntergefahren und verstopften mit der Zeit zusätzlich Rechenleistung und Speicher.

Zum anderen gerieten Datenbank-Abfragen ins Stocken, sobald Spieler looteten, Quests annahmen oder ähnliche Aktionen ausführten. Laut Blizzard mussten Engineers Datenbanktabellen manuell neu analysieren und dauerhafte Wartungsjobs einrichten, um die Abfragen wieder zu beschleunigen.

Der dritte und für viele Spieler sichtbarste Effekt – das Phänomen, nach einer langen Warteschlange plötzlich wieder herausgeworfen zu werden – hatte dagegen eine andere Ursache: Da die Beta nur über eine einzige regionale Realm-Umgebung läuft, geriet das Login-System von Battle.net aus dem Takt, obwohl die eigentliche Spiel- und Battle.net-Serverlast kaum ausgelastet war. Laut Blizzard dauerte es rund eine halbe Stunde, bis das Team diesen speziellen Engpass identifizieren konnte, weil weder Spiel- noch Battle.net-Dienste hohe Auslastung anzeigten.

World of Warcraft: Forever – offizielles Key-Art zur Ankündigung
World of Warcraft: Forever – offizielles Key-Art zur Ankündigung, © Blizzard Entertainment, Inc.

Blizzard zeigt sich selbst überrascht

Senior Game Designer Josh Greenfield äußerte sich auf X (ehemals Twitter) sichtlich überrascht vom Ausmaß des Andrangs:

"Man, es war schwer einzuschlafen letzte Nacht, ich war so aufgeregt. Die Beta war... verrückt. Die verrücktesten Zahlen, die ich in 17 Jahren bei Blizzard und fast acht Jahren an Classic gesehen habe. Wir haben hier etwas wirklich Besonderes."

Auch Senior Game Producer Tom Ellis ordnete die Probleme ein: Die Beta laufe auf Blizzards Testumgebung, die "bei Weitem keine Produktivumgebung" sei. Da Betas für World of Warcraft normalerweise keine derart großen Spielerzahlen anziehen, sei die Infrastruktur schlicht nicht für einen solchen Ansturm ausgelegt gewesen.

Als Reaktion hat Blizzard nach eigenen Angaben zusätzliche Server ergänzt, die regionale Serverkapazität erweitert und die Zahl der verfügbaren regionalen Verbindungen erhöht, um mehr Spieler gleichzeitig durchzulassen. Wann genau die separat angekündigte "Server Slam"-Aktion stattfindet, bei der die Beta für ein paar Stunden für alle Interessierten geöffnet werden soll, hat Blizzard bisher nicht mitgeteilt.

Ob sich die Serverkapazität angesichts der ungewöhnlich hohen Nachfrage auch für den regulären Release am 4. November als ausreichend erweist, dürfte sich erst im weiteren Beta-Verlauf zeigen.

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